Rückblick auf das KI‑Lab Gifhorn: Künstliche Intelligenz für die Pflegepraxis

Feb. 2, 2026

Wie kann die Pflegebranche konkret von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz profitieren? Diese Leitfrage stand im Mittelpunkt des KI‑Labs am 27. Januar – einer gemeinsamen Veranstaltung der Wirtschaftsvereinigung Gifhorn, der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften sowie der Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing Gifhorn GmbH (WiSta). Ziel des Abends war es, zentrale Herausforderungen der Pflege sichtbar zu machen und praxisnahe KI‑Lösungen zu diskutieren.

 

Künstliche Intelligenz und Pflege: Impulse aus Forschung und Anwendung

Prof. Dr.-Ing. Dagmar Meyer, Forschungsprofessorin für Assistive Technologien an der Ostfalia Hochschule, präsentierte aktuelle Projekte aus den Bereichen Assistenzrobotik, Brain‑Computer‑Interfaces sowie KI‑gestützte Sprach- und Gebärdenerkennung. Ein Praxisexponat – ein Roboterhund als mobile Plattform für alltagsnahe Unterstützung – demonstrierte eindrucksvoll, wie moderne Technologien Pflegekräfte künftig entlasten können.

Prof. Dr. Ina Schiering, Vizepräsidentin für Forschung, Entwicklung und Technologietransfer der Ostfalia Hochschule, diskutierte gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern regionaler Pflegeeinrichtungen über die Potenziale von KI‑Anwendungen im Gesundheits‑ und Pflegebereich. Viele digitale Lösungen existieren bereits; entscheidend bleibt jedoch ihre nahtlose Integration in bestehende Abläufe sowie eine hohe Nutzerfreundlichkeit im Pflegealltag. Ihr zentrales Fazit: KI‑gestützte Systeme müssen gemeinsam mit der Praxis entwickelt werden, um wirksam zu sein.

Erkenntnisse für die Digitalisierung der Pflege
  • KI‑Anwendungen, Gesundheits‑Apps und Automatisierung bieten bereits heute spürbare Entlastungspotenziale.
  • Viele Einrichtungen setzen digitale Tools ein – oft jedoch ohne vernetzte, interoperable Plattformen.
  • Kleine Pilotprojekte über wenige Monate ermöglichen schnelle Lernerfolge und senken Umsetzungsrisiken.
  • Eine enge Zusammenarbeit von Technik, Wissenschaft und Pflege ist Voraussetzung für praxistaugliche Innovationen.
  • Die Integration internationaler Fachkräfte bleibt ein wichtiges strategisches Zukunftsthema für die Branche.
Ausblick: Digitalisierung der Pflege im Landkreis Gifhorn weiter voranbringen

Wir bedanken uns bei allen Teilnehmenden für die intensive Diskussion, den Mitorganisatoren sowie die Moderation von Lutz Kadereit.

Das KI‑Lab hat gezeigt: Die Region Gifhorn verfügt über starke Partner, die gemeinsam an Lösungen arbeiten, um die Digitalisierung der Pflege nachhaltig voranzubringen.

     

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